Die trisektorale Förderung im Zentrum der 7. SGG-Tagung über Freiwilligenarbeit

Maria Victoria Haas moderierte die Tagung mit den Akteuren im Studio und den Teilnahmenden daheim mit Bravour in allen vier Landessprachen.

Fast 200 Personen sind der Einladung der SGG zur digitalen Freiwilligentagung gefolgt, um sich intensiver mit dem Thema der trisektoralen Förderung der Freiwilligenarbeit auseinanderzusetzen. An der Tagung berichteten verschiedene Akteure aus allen drei Sektoren (Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft) von ihren konkreten Erfahrungen in der Sektoren-verbindenden Zusammenarbeit und die Teilnehmenden erhielten einen ersten Einblick in das Projekt «engagement-lokal». Die SGG trägt seit einem Jahr zusammen mit 14 weiteren Organisationen das Pilot-Projekt «engagement-lokal». Dabei werden 10 ausgewählte Orte und Regionen in der Schweiz während drei Jahren beim Erarbeiten einer Strategie zur trisektoralen Förderung der lokalen Freiwilligenarbeit unterstützt. Staatliche, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure kooperieren an den zehn Orten auf Augenhöhe, nehmen gemeinsam Verantwortung wahr und bringen ihre je eigenen Stärken und Einzigartigkeiten ein.

Lukas Niederberger, Geschäftsleiter der SGG und Initiant von «engagement-lokal», zeigte zum Einstieg in die Tagung mittels einer Befragung ein Stimmungsbild zur Sektoren-übergreifenden Zusammenarbeit in der Schweiz auf. Ruedi Schneider, Projektleiter von «engagement-lokal», stellte anschliessend die Hintergründe und Ziele des Projekts vor. Mit einem kurzen Zwischenbericht zeigte Anke Kaschlik (ZHAW) ergänzend den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und fachlichen Begleitung des Projekts auf. Isabelle Denzler, Gemeinderätin aus Eschlikon, und Jean-Luc Kühnis, Vorstandsmitglied von freiwillig@kloten, stellten Ihre Perspektiven und Erfahrungen aus staatlicher und zivilgesellschaftlicher Sicht vor und konnten mit konkreten Beispielen zeigen, wie die sektoren-übergreifende Zusammenarbeit lokal erfolgreich umgesetzt wird. Lynn Blattmann rief dazu auf, offen für eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu sein und regte mit ihrem pointierten Referat zur besseren Einbindung der Wirtschaft zu regen Diskussionen an. Kurze Video-Grussbotschaften aus Sion, Mendrisio und aus dem Oberengadin gaben den Teilnehmenden im Verlauf der Tagung weitere kurze Einblicke in die Arbeit der beteiligten Orte und Regionen von «engagement-lokal». In drei Break-Out-Sessions erhielten die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, sich über die Referate auszutauschen und sich zu vernetzen, was rege genutzt wurde. Alle Präsentationen zu den gehaltenen Referaten können auf dieser Seite heruntergeladen werden.

In einer von Maria-Victoria Haas moderierten Podiumsdiskussion diskutierten zum Abschluss der Veranstaltung Anke Kaschlik (ZHAW), Lynn Blattmann (Lynno GmbH), Lisa Mazzone (Ständeratin des Kantons Genf), Christine Spanninger (Engagierte Stadt) und Ruedi Schneider (engagement-lokal) die aktuell herausfordernde Situation für die Förderung der Freiwilligenarbeit durch die Corona-Pandemie sowie erfolgsversprechende Ansätze in der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Bereits gemachte Erfahrungen aus dem Netzwerkprogramm «Engagierte Stadt» aus Deutschland wurden rege diskutiert. Im Gespräch war schnell klar, dass die sektorenübergreifende Zusammenarbeit nicht nur im Bereich der Freiwilligenarbeit viel bewirken kann, sondern generell der ideale Ansatz ist zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen.

Referate und Power-Point-Präsentationen