16. Juni 2022

Viel Raum für Austausch an der 191. Gesellschaftsversammlung

Nach zwei Jahren Pandemiepause führte Nicola Forster, Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), durch seine erste physische Gesellschaftsversammlung. Dem intensiven Austausch mit den anwesenden Mitgliedern wurde viel Zeit eingeräumt, was dazu führte, dass nicht alle Traktanden abgehandelt werden konnten und die Besprechungen vertagt wurden.

Viele neue Gesichter trafen am 9. Juni 2022 im Berner Kursaal aufeinander: Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Mitarbeitende der SGG-Geschäftsstelle. Einige kannten sich von Zoom-Calls oder Telefonaten, für andere war es ein frohes Wiedersehen nach drei Jahren Versammlungspause. Die Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG Bern) hatte als Gastgeberin in die Bundesstadt und nach Burgdorf eingeladen und ein unterhaltsames Programm zusammengestellt.

191. Gesellschaftsversammlung

SGG-Präsident Nicola Forster führte durch seine zweite, aber für den Verein bereits 191. Gesellschaftsversammlung und betonte die Wichtigkeit der SGG in diesen bewegenden Zeiten. Der Rückblick von Lukas Niederberger mit Einblick in die Arbeit der SGG-Projekte war dann geprägt von den Themen Corona, Ukraine-Krieg, Dialogkultur und Demokratie. Den ganzen Geschäftsbericht können Sie hier herunterladen: Geschäftsbericht, PDF

Auf den Geschäftsbericht folgte eine angeregte Diskussion zur Rolle, den Aufgaben und den Kompetenzen (Gouvernanz) der verschiedenen Entscheidungsinstanzen (GV, Vorstand, Geschäftsleitung). Mehrere Mitglieder betonten die Notwendigkeit, diese Fragen in einem Organisationsreglement zu klären, nachdem die Zentralkommission aufgelöst worden ist. Der Vorstand erklärte, dass ein solches in Planung ist.

Verabschiedung Vizepräsidentin Heidi Gstöhl

Der Ausblick beinhaltete leider auch einen Abschied: Seit 2019 gestaltete Heidi Gstöhl als Vorstandsmitglied und seit 2020 als Vizepräsidentin die SGG mit. Sie wurde nun von der Liechtensteiner Regierung als neue Leiterin des Amtes für Soziale Dienste bestellt. Aufgrund dieser neuen beruflichen Situation hat Heidi Gstöhl das Vorstandsamt auf die GV niedergelegt. “Heidi hat mit ihrem breiten Wissen und Engagement zu sozialpolitischen Themen immer den Fokus auf jene gelegt, welche die Hilfe der SGG am Allermeisten benötigen”, so Präsident Nicola Forster. “Wir wünschen Heidi viel Freude bei der neuen Aufgabe und bedanken uns herzlich für Ihr Engagement für die SGG.” Das Vizepräsidium wird innerhalb des Vorstandes neu vergeben, auf eine Ersatzwahl wird aktuell verzichtet.

Von Zähringerstädten und Weltackern

Von der Zähringerstadt Bern ging es nach der Versammlung in die Zähringerstadt Burgdorf – die Berner Alpenkette immer im Blick. Die Kleinstadt betitelt sich dann auch passend zur SGG: “der neuen Zeit aufgeschlossen, aber zugleich der Tradition und Vergangenheit verpflichtet.” Nach einem Apéro auf dem Schloss und dem Abendessen im Stadthaus ging es am Folgetag zum Weltacker Bern. Der 2000 Quadratmeter grosse Acker ist ein Abbild der Ackerfläche, die weltweit jedem Menschen zur Verfügung stehen. Co-Leiterin Johanna Bergmann: “Wir thematisieren, wie sich die Weltbevölkerung auch in Zukunft bewusst und genussvoll ernähren kann, trotz abnehmender Ackerfläche.” Das von der OGG Bern initiierte und mitgetragene Projekt stellt damit hochaktuelle Fragen zu Ernährung, nachhaltiger Landwirtschaft und leistet hier wertvolle Aufklärungsarbeit. Passend dazu genossen die Gäste ein Apéro zum Thema Foodwaste zum Abschluss.