Versammlung beim Landespatron: 186. GV der SGG

Mehr Ranft – mehr Gemeinsinn
Im Kanton Obwalden organisierte die Gemeinnützige Stiftung Alte Ersparniskasse[nbsp]zusammen mit der SGG zwei wunderbare GV-Tage. Die Mitglieder der SGG erhielten[nbsp]über den Geschäftsbericht aus erster Hand Informationen über angedachte und[nbsp]geplante Projekte. Viele Mitglieder waren zum ersten Mal im Leben am Wirkungsort[nbsp]des 600-jährigen Bruder Klaus.

Obwohl die SGG weder die Mutter noch die Zentrale der kantonalen und regionalen Gemeinnützigen Gesellschaften (GG) ist, ist es doch eine jahrzehntealte Tradition, dass die Gesellschaftsversammlung jedes Jahr an einem anderen Ort in der Schweiz stattfindet und rund um die GV herum mit der lokalen Gemeinnützigen Gesellschaft ein attraktives Rahmenprogramm gestaltet.

Im Kanton Obwalden ist es die Gemeinnützige Stiftung Alte Ersparniskasse, die zusammen mit der SGG zwei wunderbare Tage organisierte. Der Zeitpunkt wurde nicht zufällig ausgewählt. Die Obwaldner wollten den Gästen aus der ganzen Schweiz Bruder Klaus im Jubiläumsjahr etwas näherbringen. Tatsächlich outeten sich immer mal wieder Teilnehmende, die noch nie in diesem spirituellen und geografischen Zentrum des Landes waren.

Über die öffentliche Impulstagung zum Thema Gemeinsinn, die im Vorfeld der GV stattfand, wurde bereits weiter oben berichtet. Nach der Tagung und einem Besuch des Ranft eröffnete SGG-Präsident Jean-Daniel Gerber im eindrücklich renovierten Jugendstilhotel Paxmontana die 186. Gesellschaftsversammlung. Hugo Amrhein, Präsident der Gemeinnützigen Stiftung Alte Ersparniskasse Obwalden, berichtete von der bewegten Geschichte dieser Organisation. Peter Rohrer begrüsste die SGG-Mitglieder im Namen der Gemeinde Sachseln. Und Landammann Franz Enderli hielt ein gehaltvolles Referat über Bruder Klaus und die Suche des Menschen nach Sinn. Der Präsident und der Geschäftsleiter der SGG warfen den Blick zurück auf das Berichtsjahr 2016 und voraus auf die kommenden Jahre. Da der Geschäftsbericht 2016 in schriftlicher Form auf Papier und auf der SGG-Webseite vorliegt, mögen an dieser Stelle ein paar Stichworte zu den kommenden Jahren genügen:

  • Der Vorstand befasst sich mit einer nachhaltigen Anlagestrategie und erwägt zwei neue SGG-Projekte im Bereich Freiwilligenarbeit und soziale Kohäsion.
  • Auf dem Rütli sind künftig Veranstaltungen geplant, die den Zusammenhalt der Schweiz besonders fördern sollen.
  • Der „SeitenWechsel“ startet neben der 5-tägigen sozialen Weiterbildung für einzelne Kaderleute neu eine eintägige Weiterbildung, welche Arbeitsteams aus der Wirtschaft in sozialen Institutionen durchführen können.
  • Intergeneration fokussiert sich neu auch auf Betreuungs-Institutionen, die Kinder und Betagte gemeinsam betreuen
  • Die SGG sondiert ein mehrjähriges Förderprojekt für Gemeinden, welche die Freiwilligenarbeit fördern wollen.
  • Sondiert wird auch ein Projekt zur Förderung des sozialen Zusammenhalts der Schweiz.

Rolf Hänni, Mitglied des SGG-Vorstands, präsentierte die Jahresrechnung 2016. Robert Karrer, der diesen Teil der GV während Jahrzehnten übernommen hatte, konnte sich dieses Mal etwas zurücklehnen und verfolgte die Präsentation als Ehrenmitglied mit Interesse. Robert Grüter, Präsident der SGG-Geschäftsprüfungskommission, empfahl der Gesellschaftsversammlung, die Jahresrechnung 2016 zu genehmigen und den strategischen Gremien Décharge zu erteilen. Was auch prompt und sehr klar geschah.
Neu in die Zentralkommission wurde Andreas Helbling als Vertreter der Thurgauischen Gemeinnützigen Gesellschaft gewählt. Er tritt die Nachfolge von Heinz Külling an. Und Katja Wiesendanger, Direktorin von Pro Juventute, wurde als Gast mit beratender Stimme in die Zentralkommission gewählt. Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers (pwc) wurde für ein weiteres Jahr wiedergewählt.

Speziell geehrt wurden Heinz Külling, der 10 Jahre lang in der ZK wirkte und im Jahr 2013 die SGG zu ihrer GV nach Weinfelden einlud. Das ehemalige SGG-Vorstandsmitglied Doris Lüscher wurde speziell geehrt für ihr Engagement als Delegierte der SGG im Stiftungsrat Schloss Turbenthal. Das Gehörlosendorf lag ihr sehr am Herzen.

Nach der GV besichtigten manche Gäste das Wohnhaus sowie das Geburtshaus von Bruder Klaus. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Und nach dem Apéro, den die Obwaldner Kantonalbank spendierte, genossen rund 85 SGG-Mitglieder ein feines Abendessen mit Obwaldner Spezialitäten und mit der lokalen Musikgruppe „Siidhang“. Beim Essen ehrten auch Ständerat Erich Ettlin, Nationalrat Karl Vogler, Kantonsratspräsident Willy Fallegger und Paul von Wyl, ehemaliger Präsident der Obwaldner Gemeinnützigen, die SGG durch ihre Präsenz.

Am nächsten Morgen berichteten Sachselns Gemeindepräsident Peter Rohrer sowie der frühere Kantons-Oberförster Peter Lienert über die Hochwasser-Katastrophe in Sachseln vom 15.08.1997. Danach hatten die rund 50 Gäste die Wahl, das Museum Bruder Klaus in Sachseln oder die Sammlung Meinrad Burch-Korrodi in Sarnen zu besuchen. Von beiden Orten kehrten die Besucher begeistert zurück und tauschten beim Apéro im Garten des Bruder-Klausen-Museums aus.

Beim Mittagessen im Restaurant Kreuz erhob Cécile Comina als Vertreterin der «Société vaudoise d’utilité publique» (SVUP) das Glas und sprach den «Toast à la patrie», was konkret bedeutet, dass die SVUP am 7.-8. Juni 2018 zur nächsten SGG-GV nach Yverdon-les-Bains einlädt.

Dem Obwaldner Organisationskomitee, Hugo Amrhein und Peter Bucher, sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die erstklassige Planung und Durchführung der GV. Und auch den beiden Organisatorinnen von Seiten der GV, Christa Erb und Helene Hofer, gilt ein herzliches Dankeschön.

Und ein kleiner Werbeblock zum Schluss: Das Paxmontana in Flüeli-Ranft ist eine Reise wert, ob für ein erholsames Weekend zu zweit oder ein Team-Seminar in traumhafter Umgebung.