20. Januar 2026

Strategische Weiterentwicklung der SGG

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) richtet ihre Arbeit stärker entlang des strategischen Rahmens aus, der 2024 von den Mitgliedern verabschiedet wurde. Dieser verbindet die Themenfelder «Sozialer Zusammenhalt», «Aktive Zivilgesellschaft» und «Lebendige Demokratiekultur» und beschreibt, wie die SGG mit ihren Handlungsmodi wirkt: Modellvorhaben entwickeln, Akteurinnen und Akteure zusammenbringen, Dritte fördern sowie gesellschaftliche Entwicklungen analysieren und einordnen.

Zur Umsetzung dieses Rahmens arbeitet die SGG künftig stärker projektbezogen. Sie analysiert gesellschaftliche Fragestellungen und entwickelt daraus konkrete Projekte, die in geeigneten Formaten erprobt werden. Auf dieser Grundlage entscheidet die SGG, ob ein Vorhaben weitergeführt, angepasst oder abgeschlossen wird.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand festgelegt, wie die bisherigen Programme künftig zur Gesamtstrategie sowie zur künftigen Arbeitsweise beitragen. Aus dieser Einordnung ergeben sich folgende Perspektiven:

  • Pro Futuris bleibt Teil der SGG. Der Think + Do Tank arbeitet vorwiegend im Themenfeld «Lebendige Demokratiekultur» und entwickelt Projekte entlang einer klaren Wirkungslogik. Dazu gehören modellhafte Ansätze, die in Pilotphasen getestet, ausgewertet und weiterentwickelt werden. Pro Futuris analysiert gesellschaftliche Entwicklungen, arbeitet mit relevanten Partnerinnen und Partnern zusammen und bringt so Themen voran, die für eine resiliente und zukunftsfähige Demokratie zentral sind. Diese Arbeitsweise hat bereits viel zur Weiterentwicklung der SGG beigetragen und soll künftig noch stärker im Auftrag der Gesamtstrategie wirken.
  • Intergeneration bleibt ebenfalls Teil der SGG. Das Programm hat sich mit seinem generationenübergreifenden Blick an der Schnittstelle der strategischen Themenfelder etabliert und setzt Impulse im Umgang mit Fragen der Altersdiskriminierung. Es macht gute Praxis sichtbar, vernetzt Fachpersonen und entwickelt gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Modellansätze weiter. Die Weiterführung innerhalb der SGG ermöglicht, diesen Ansatz auszubauen und perspektivisch auf weitere gesellschaftliche Spannungsfelder zu übertragen.
  • Job Caddie unterstützt seit 2008 Jugendliche und junge Erwachsene beim Einstieg in die Arbeitswelt. Seine besondere Stärke liegt in der individuellen Begleitung junger Menschen in einer anspruchsvollen Übergangsphase. Dauerhaft angelegte Unterstützungsangebote lassen sich jedoch nur begrenzt in einer projektbezogenen Arbeitsweise verankern. Deshalb bereitet die SGG einen geordneten Übergang vor: In den kommenden zwölf Monaten wird gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern ein Modell für eine neue Trägerschaft erarbeitet, mit dem Ziel einer anschliessenden Übergabe. Während der Übergangsphase führt die SGG das Angebot weiter.
  • SeitenWechsel hat seit seiner Gründung 1994 viel bewirkt. Gegen 4000 Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung haben eine Woche in sozialen Institutionen mitgearbeitet und dabei Erfahrungen gesammelt, die weit über den beruflichen Alltag hinausreichen. Das Format hat das Verständnis zwischen unterschiedlichen Lebenswelten gestärkt und viele Menschen zum Engagement motiviert. Das feste Einsatzformat von SeitenWechsel lässt sich jedoch nur begrenzt mit der projektbezogenen Arbeitsweise der SGG verbinden und wird deshalb innerhalb eines Jahres abgeschlossen. Das zugrunde liegende Anliegen von SeitenWechsel – Begegnungen und Perspektivwechsel zu ermöglichen – bleibt relevant und wird künftig in anderen, projektbasierten Formen aufgegriffen.

Mit der strategischen Ausrichtung ist die SGG gut aufgestellt, um gesellschaftliche Herausforderungen noch systematischer zu bearbeiten. Alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt. Ihre Erfahrung und fachliche Kompetenz fliessen in die neue Ordnung ein und bilden einen wichtigen Bestandteil der zukünftigen Arbeitsweise. Die Organisation bleibt offen für Kooperationen, neue Projektideen und Impulse aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Sie verbindet ihre lange Geschichte mit einem klaren Blick für die Zukunft und arbeitet weiter an Lösungen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das zivilgesellschaftliche Engagement und die demokratische Kultur stärken.